T.pu

Disco, Frühling, Fakeland! Unseren 20. Podcast feieren wir mit Thibaud aka T.pu. Der Bremer DJ und Tänzer ist bekannt für seine Affinität für rare Grooves und unbekannte goldene Cuts, für staubige Plattenladen in Detroit oder São Paolo, für endlose Nächte in dunklen Warehouses, oder einfach für gute Musik. Kann auch manchmal live mit seinem 30-jährigen 707 erwischt werden.

Wie würdest du den Mix beschreiben?

Der Mix klingt wie ein sommerlicher Fahrt nach Bremerhaven in einem Golf I Cabrio (Modell ‚Coast‘ oder ‚Acapulco‘).

Wie kommt es zu diesen Einflüssen?

Ende 80er/Anfang 90er waren immer für mich die Zeit des merkwürdigen Geschmacks, bunte Neon-Farben, bizarre Klamottenmuster und Vokuhila. Auch die Pop-Musik bei dieser Zeit war durch die Erfindung des Drumcomputers (707, 808) schrecklich standardisiert. Lange Zeit habe ich Funk & Soul Platten nur vor 1980 gekauft, als Schlagzeugspieler noch einen menschlichen Job war.
Diese Mix war mir aber einen Nachweis, dass man doch gute Produktion und Genres finden kann, die heute sogar noch relevant sind (who said vaporwave?)

Die Intention des Arrangements, Zufall oder Konzept?

Generell nutze ich sowie beim Gig immer einen Grundauswahl an ca. 80 Platten, womit ich meinen Mix je nach Stimmung aufbaue. Dauer ist immer ca. 1-2 Stunde, da es besser zur Fahrtzeit und zum Stimmungsaufbau/abbau passt. Beim Auswahl habe ich versucht, dass die Musikrichtung und Lyrics einen roten Faden folgen, auch wenn die Übergänge mit nicht-quantisierten Stücken nicht perfekt sind.